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3. März 2017 by Miriam Neidhardt Kommentar verfassen

Contentklau

Eigentlich wissen wir es alle oder sollten es zumindest wissen: Auch Texte und Bilder, die im Internet veröffentlicht werden, sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht kopiert und auf eigenen Websites genutzt werden. Logisch, oder?

Und dennoch passiert es immer wieder. Mein erstes Mal ist schon einige Jahre her; damals hatte ich noch einen recht kreativen Text auf der Startseite meiner Website und fand diesen plötzlich auf der Website einer Kollegin wieder. Alle paar Wörter hatte sie ein Synonym verwendet, aber es war zweifelsohne mein Text. Also schrieb ich die Kollegin an, die sich jedoch lediglich über meine Aufforderung, den Text zu löschen, lustig machte, es sei doch ein „völlig anderer Text“ und überhaupt könne ich ja zum Anwalt gehen, sie bezöge ALG II und somit sei bei ihr sowieso nichts zu holen. Erst meine Drohung mit einer Anzeige bei der Polizei brachte den gewünschten Erfolg und die Person löschte den geklauten Text. (Ich bezweifle arg, dass ich sie überhaupt hätte anzeigen können, aber was soll’s.)

Ein weiteres Mal ist es mir vor ein, zwei Jahren passiert: Ich stolperte über Twitter über eine Website einer Kollegin, die meinen immer noch aktuellen Text unter „Preise“ kopiert hatte. Ich machte sie auf die frappante Ähnlichkeit aufmerksam, bekam jedoch nie eine Reaktion. Die Sache habe ich auf sich beruhen lassen; vermutlich hat die Kollegin den Textklau gar nicht böse gemeint, sie hat sich nur zu sehr inspirieren lassen.

Überhaupt nicht böse gemeint hat den Textklau eine andere Kollegin, der ein Blogposting von mir so gut gefiel, dass sie es ihrerseits in ihrem Blog veröffentlichte, brav mit Angabe der Quelle und Link zum Originalbeitrag. Aber auch das ist Textklau! Sie müssen sich vorstellen, dass die Leser in diesem Fall ja nicht mehr auf den Originalbeitrag gehen, sondern nur die Kopie lesen. Was dazu führt, dass der Blog mit der Kopie Besucher des Originalblogs abzweigt. Was für die Kopie zu einem besseren Ranking führt und für das Original zu einem schlechteren. Für die Kopie ggf. zu höheren VGWort-Zahlungen; auf Kosten des Originals. Und darüber hinaus erkennt Google solche Sachen als Duplicate Content und bestraft diesen wiederum mit einem schlechten Ranking. Geht also gar nicht! Was die Kollegin auch sofort verstand und meinen Text wieder löschte.

Prüfen, ob jemand einen Text von Ihrer Website geklaut hat, können Sie übrigens mit Copyscape.com: Einfach Unterseite eingeben und Ergebnis prüfen.

Auch Bilder werden fleißig geklaut, in meinem Fall meist das meines Buchs „Überleben als Übersetzer“. Natürlich habe ich überhaupt nichts dagegen, wenn das Bild kopiert wird, weil man es im eigenen Blog mitsamt einer Rezension des Buchs veröffentlichen möchte. Aber wirklich auch nur dann. Gar nicht gut fand ich es, als ich das Coverbild in einem Beitrag eines Übersetzerblogs fand – ohne jegliche Nennung des Buchs, meiner Wenigkeit oder einen Link zur Produktseite bei Amazon oder zu meinem Blog. Die Kollegin habe ich freundlich angeschrieben und zwar keine Antwort erhalten, aber das Bild wurde gelöscht. Ebenfalls angeschrieben habe ich die Verkäuferin, die mein Buch bei eBay mit dem geklauten Bild anbot mit der Bitte, dieses entweder durch ein selbst geschossenes Foto vom Buch auszutauschen oder für das Nutzungsrecht des Bildes zu zahlen. In diesem Fall bekam ich eine nette Antwort mit einer Entschuldigung und das Bild wurde ausgetauscht.

Unbedingt erlaubt ist es natürlich, mich nett zu fragen, ob ein Blogposting oder Foto von mir in gedruckter Version irgendwo veröffentlicht werden darf, so wie es beispielsweise der ADÜ Nord getan hat. Darüber freue ich mich sogar sehr!

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Kategorie: Ganz besondere Projekte

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